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Fördermaterial

Der gezielte Materialeinsatz in der Therapie ist eine wesentliche Maßnahme, um durch das Hantieren damit mathematisch relevante Zusammenhänge zu erkennen. Das Kind soll durch das gelenkte Arbeiten mit Material befähigt werden, eine innere Vorstellung mathematischer Handlungen und Rechenoperationen zu entwickeln. Daher ist es günstig, so wenig wie möglich zwischen unterschiedlichen Materialien zu wechseln. Das Ziel jedes Fördermaterialeinsatzes sollte sein, Handlungen in der Vorstellung nachvollziehen zu können und somit das Material letztendlich überflüssig zu machen. Wesentlich ist dabei der richtige Einsatz und Umgang mit dem Material, da es nicht zu einem automatischen Transfer von der Handlungsebene auf die Symbolebene kommt. Zudem muss das Kind Anleitung erhalten, das Material sinnvoll einzusetzen und nicht als Zählhilfe zu verwenden. 

Geeignetes Material:

  • bietet Einsicht in die arithmetische, geometrische Struktur und in die Grundmuster mathematischen Denkens
  • sollte dreidimensional, be“greif“bar und handlich sein
  • erlaubt eine quasi-simultane Zahlenauffassung und Zahlendarstellung
  • bietet Einsicht in den Aufbau des Dezimalsystems, sollte weiterführend und somit für den Zahlenraum 10, 100, 1000 gleichermaßen sinnvoll sein